Emojis können für mehr Pep und Emotionalität sorgen!

Im digitalen Marketung beobachtet man mehr und mehr, dass die Bildsprache in Form von Smileys und Emojis  zunimmt. Können sie wirklich spezielle Kampagnen oder Marketing-Aktionen attraktiver, sie emotionaler machen und ihnen zu mehr Aufmerksamkeit verhelfen?

Die Zunahme von Emojis im digitalen Marketing.

Smileys & Co. sind im digitalen Marketing angekommen und tauchen immer öfter auf. Bei WhatsApp sind schon lange nicht mehr wegzudenken, werden häufig sogar im Übermaß verwendet. Demzufolge hat sich auch die gesamte Kommunikation verändert, weil die grafischen Ideogramme im digitalen Austausch über Chat-Dienste oder die sozialen Medien mittlerweile ständig benutzt werden. Sie drücken unterschiedlichste Emotionen aus und haben sich zu einer neuen Sprachform entwickelt.

Was genau sind Emojis?

Emoji bedeutet aus dem Japanischen übersetzt Biderbuchstaben. Anfang der 80er Jahre begann diese Entwicklung mit einem einfachen :-). Der Smiley war das erste Emoticon (eine Kombination aus Emotion und Icon). In den 90er-Jahren entwickelte sich das „Doppelpunkt, Bindestrich, Klammer zu-Gesicht“ dann zum eigenständigen Bildzeichen = Emoji.

Warum gibt es Emojis zunehmend auch im digitalen Marketing?

Einer der Hauptgründe für diese Entwicklung ist, dass ein gleichlautender Text durch einen hinzugefügten Smiley einen neuen oder auch ganz anderen Klang bekommen kann. Emo­ticons helfen, mehr Stimmung oder auch Gefühle in Texte zu bringen. Mittlerweile kann man höchst unterschiedliche nutzen. Bei Facebook gibt es mit den „Reactions“ eine eigene Version von Emojis, um redaktionelle Beiträge mit der entsprechenden Emotion zu bewerten. Laut einem Ranking ist mit 59 % das Love-Emoji die beliebteste Reaktion neben dem klassischen Gefällt-mir-Button, gefolgt vom Wow-Emoji mit 27 Prozent.

Große Unternehmen nutzen sie zunehmend.

Im Online-Marketing hat Ikea 2015 eine eigene Emoji-Tastatur entwickelt, mit der der Ikea-Kunde das gesamte Sortiment aus einer Auswahl von 100 Symbolen bewerten kann. Auch Nikon nutzte im letzten Jahr in einem 60sekündigen Commercial Emojis für eine globale Kampagne. Ein Problem ist derzeit noch, dass nicht alle Geräte die Bildchen angezeigen. Das liegt beispielsweise an veralteten Outlook-Programmen. Möchtet ihr sie im E-Mail-Marketing einsetzen, solltet ihr herausfinden, wie viele eurer Leser den Newsletter über mobile Endgeräte öffnen. Wenn das die Mehrzahl ist, könnt ihr es wagen und sie in der Betreffzeile einsetzen, um den Text etwas aufzupeppen und aus der Masse von E-Mails hervorzuheben.

Emojis und Öffnungsraten.

Laut der US-Plattform „Email Marketing Daily“ zeigte sich in einer Studie unter 1,3 Milliarden ­E-Mails, dass das Unterbringen von Emojis in der Betreffzeile um 20 % höhere Öffnungsraten bringt. Auch die Click-Through-Rate steigt: um bis zu 50 %. Wichtig ist zu testen, ob sie auch richtig angezeigt sind, und ob sie überhaupt zur Unternehmenskommunikation passen. Dazu gehört auch, zu prüfen, welche Bedeutungen sich hinter den verschiedensten Ausführungen noch verbergen. Infolgedessen seid vorsichtig vor allem Vorsicht bei globalen Kampagnen. Das Emoji, das in Deutschland „Wut“ ausdrückt, bedeutet in Japan „schmollen“.

Eine Welt ohne Emojis?

An ihnen vorbei kommt man schon länger nicht mehr. Auf Twitter wurden seit 2014 mehr als 110 Milliarden geteilt. Laut einer Studie ist dabei das „Tränen lachende“-Gesicht das weltweit am meisten verwendete Emoji, dicht gefolgt vom Herzchenaugen-Emoji. Die Deutschen setzen auf Twitter am liebsten „Daumen hoch“ ein.

Was man unbedingt beachten sollte.

Wenn ihr sicher seid, dass ihre Nutzung gut zu eurer Unternehmenskultur passt und euch klar ist, welche Bedeutung sich hinter den Symbolen verbirgt und was die Zielgruppe damit assoziieren könnte, könnt ihr mit einem Testlauf schnell erkennen, ob ihr Emojis verwenden solltet oder eher nicht.

http://www.internetworld.de/onlinemarketing/digitale-werbung/so-koennt-euer-marketing-emojis-aufpeppen-1215067.html?ganzseitig=1