Die deutsche Sprache und ihre einzigartigen Worte!

Die Welt ist näher zusammengerückt. Infolgedessen erlernen viele Menschen aus unterschiedlichen Gründen die deutsche Sprache. Dabei gibt es etliche Fallstricke und Tücken zu überwinden, bevor man sie beherrscht. Des Weiteren gilt das nicht nur für Menschen, die sie sich aneignen möchten, sondern oft auch für Deutsche selbst. Dennoch geht es in diesem Beitrag nicht darum. Heute beschäftige ich mich vordringlich um wundervolle Wortschöpfungen und bekannte, aber auch um beinahe oder ganz ins Vergessen geratene Ausdrücke.

Eine Liste wunderschöner Wörter!

2016 kürte BuzzFeed, eines der beliebtesten Medienportale im englischsprachigen Raum, 21 deutsche Worte, die man im Englischen eigentlich haben müsse. Insbesondere deswegen, weil sie allesamt auf Deutsch besser klängen. Es waren die Begriffe: Torschlusspanik, Fernweh, Schnapsidee, Treppenwitz, Luftschloss, Weltschmerz, fuchsteufelswild, Fingerspitzengefühl, Frühjahrsmüdigkeit, Sehnsucht, Fremdschämen, Kopfkino, Verschlimmbessern, Backpfeifengesicht, Zugzwang, Geborgenheit, Schattenparker, Drachenfutter, Hüftgold, Kuddelmuddel und Kummerspeck.

Noch mehr ausdrucksstarke Worte:

Diese Liste von Wörtern, mit denen sich die deutsche Sprache schmückt, lässt sich natürlich beliebig erweitern. Allein den Begriff Schattenparker kann man durch Knalltüte, Warmduscher, Waschlappen, Weichei, Milch- oder Himbeerbubi und andere mehr ersetzen. Alle diese letztgenannten Worte aber werden umgangssprachlich verwendet und sind ohnehin oft der Mode unterworfen.

Nicht umgangssprachlich genutzt wurde lange das Wort kommod. Aber wer macht es sich heutzutage schon kommod? Man macht es sich doch viel eher bequem oder auch gemütlich.

Worte, die fast verschwunden sind.

So bekommt man die Wörter Kleinod, fürwahr, Blaustrumpf, berückend, Oheim oder Unhold so gut wie nie mehr zu hören. Fidibus, Stiege, Steckenpferd, honett, piesacken, Scharmützel, greinen werden immer weniger oder gar nicht mehr benutzt. Wer spricht heutzutage von Habenichts, Hupfdohle, Kaltmamsell, Schelm, Fisimatenten, Frauenzimmer, Gassenhauer? Liest man oft von Katzenmusik, Kuvert, Schutzmann, Suppenkasper, Labsal, Kokolores, Kladderadatsch? Hat noch jemand einen Kleppermantel? Desweiteren findet man auch die Worte Labsal, Zaungast, Wiegenfest, Wams, Wagenverschlag oder gar Vatermörder so gut wie nie mehr.

Beinahe „ausgestorbene“ Wörter:

Die deutsche Sprache hat viele „bedrohte“ Wörter, die nur noch selten im aktiven Sprachgebrauch benutzt werden. Dazu gehören Modewörter von früher wie dufte oder knorke wie auch Wählscheibe, Fernsprechteilnehmer oder Bandsalat. Dies aus dem einfachen Grund, weil die Gegenstände, die sie bezeichnen wie der Kassettenrekorder „ausgestorben“ sind oder auszusterben drohen wie etwa die Telefonzelle. Es gibt aber auch Begriffe, die durch Anglizismen verdrängt werden. Dazu gehören Hagestolz, heutzutage Single oder Gabelfrühstück, heute Brunch. Andere gelten als nicht mehr politisch korrekt wie Negerküsse oder Mohrenköpfe. Diese waren einmal als begehrte Süßigkeiten im alltäglichen Sprachgebrauch positiv besetzt.

Es gibt sie noch immer, wunderbare Worte, die weiter existieren:

Wie schön aber, dass die deutsche Sprache noch über viel genutzte Begriffe wie beispielsweise Geborgenheit, Fingerspitzengefühl oder Sehnsucht verfügt. So wie auch viele andere mehr noch immer fest im Sprachgebrauch verankert sind. Demzufolge sind auch die Barbiere wieder in Mode, sei es auch nicht ganz in ihrer ursprünglichen Bedeutung. Heutzutage sind sie aber immerhin als Bezeichnung für ein Handwerk in den zurzeit florierenden Barber-Shops überall im Land in aller Munde!

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