Der stationäre Handel und die zunehmende Digitalisierung.

Bei meiner Arbeit als Texterin erstelle ich oft Texte im Bereich Online Marketing. Ich bin noch mit Schreibmaschinen aufgewachsen. Daher ist die Arbeit am Computer ohnehin schon eine fabelhafte und zeitsparende Verbesserung, Dies nicht nur, weil ich kein Tipp Ex mehr benötige. Aber die Beschreibung der vielen Veränderungen durch die zunehmende Digitalisierung der Welt, ist noch spannender. Das sieht man an Problemen, die der stationäre Handel hat.

Wer kauft wo?

Fast ein Drittel der Konsumenten sagen, dass sie mehr in regionalen Geschäften einkaufen würden, wenn deren Angebote auch online sichtbar wären. Aber viele Einzelhändler in Deutschland schöpfen noch lange nicht alle Möglichkeiten der zunehmenden Digitalisierung aus. Viele Menschen mögen es, lokal einzukaufen. Doch das Suchverhalten hat sich geändert. Die Kaufvorbereitung findet vor allem bei jüngeren Leuten mehr und mehr online und mobil statt. Zunehmend gibt es Menschen, die erst im Netz recherchieren, bevor sie einen Einkauf im stationären Handel tätigen.

Was kann der stationäre Handel tun?

Eine gute Sichtbarkeit im Netz ist eine gute Voraussetzung, um Kunden zu halten und natürlich auch zu gewinnen. Das bedeutet, die Nutzung aller vom Händler zum Kunden verfügbaren Kanäle. So etwa des Ladens, des Webs und der sozialen Netzwerke, in denen Kundenbeziehungen aufgebaut werden können. Kundenbindung und Neukundengewinnung im stationären Handel kann also durchaus gelingen. Beispielsweise durch die Digitalisierung mit der Zielgruppe oder mit einem gelungenen bedienerfreundlichen Internetauftritt. Des weiteren mit interessanten und gut gemachten Seiten auf Facebook oder Instagram, Blog-Beiträgen. Diese muss man natürlich ständig pflegen. Darüber hinaus müssen sie stets aktuell sein.

Warum gibt es auch zukünftig regionale Läden?

Das stationäre Geschäft selbst dient weiterhin der Festigung der Kundenbindung. Dort geht man hin, um zu schauen, zu fühlen, etwas anzufassen, auszuprobieren. Gerne auch, um Gleichgesinnte kennenzulernen oder zu treffen. Der Laden oder Showroom darf allerdings keine nüchterne Verkaufsfläche sein. Der stationäre Handel soll besonders unter dem Aspekt des entspannten sozialen Austauschs in einem erlebnisorientierten Ambiente funktionieren. Infolgedessen schafft man am besten Verkaufserlebnisse, denn die Atmosphäre in Geschäften ist häufig eines der wichtigsten Kundenbindungstreiber. Auf attraktiven Präsentationsflächen finden dabei weniger Kauf-Transaktionen statt, sondern eher Interaktion und Information. Die ausgestellte Ware kann per Handy bezahlt werden und wird nach Hause geliefert oder sie wird von zuhause aus bestellt.

Die Möglichkeiten und Vorteile der Digitalisierung.

Dabei muss man bedenken, dass ein Käufer heutzutage Preise in Echtzeit vergleichen kann. Stimmt der Service nicht, ist der nächste Shop nur einen Klick entfernt. Eine weitere Möglichkeit für Einzelhändler besteht darin, sich zusammenzuschließen, um auf einem virtuellen Marktplatz ihre Produkte gemeinsam zu zeigen. Dort kann man auch die eigene Angebotspalette vergrößern.

Welche Probleme hat der E-Commerce?

Für solche Optionen gibt es Gründe, denn der reine Onlinehandel hat ein Problem, denn auf Distanz Inspiration zu bieten ist schwierig. Online klappt wunderbar, wenn der Kunde weiß, was er will. Bei Unsicherheiten gibt es häufig Probleme, was u. a. zu häufigen und oft kostenintensiven Umtauschen führt.

Onlinehandel funktioniert gut mit allen Verbrauchsgütern, Massenproduktionen, aber nicht so optimal mit Extras, dem Besonderen, dem Außergewöhnlichen oder Ausgefallenen, dem Persönlichen. Märkte, aus denen Läden und Kaufhäuser entstanden, waren immer der Ort von Gemeinschaften. Showrooms und Gespräche sind Anregungen, Ideen, Bedürfnisgeneratoren. Dafür braucht es einen Ort, das stationäre Geschäft. Hier kann der stationäre Handel punkten.

Fazit:

Wenn ein Geschäft dann für Suchende schnell im Netz gefunden werden kann, es über eine ansprechende, aktuelle, gut strukturierte und bedienerfreundliche Seite verfügt und auch in den sozialen Netzwerken Präsenz zeigt, kann dem zunehmenden Online-Handel durch Einzelhändler/stationäre Geschäfte durchaus Paroli geboten werden.

Quellen:

http://www.brandeins.de/archiv/2015/handel/handel-einleitung-wolf-lotter-der-ortswechsel/

http://business-handel.de/biz-notes/8136-station%C3%A4rer-handel-ab-ins-netz.html

http://www.e-commerce-magazin.de/ropo-studie-hohes-online-potenzial-fuer-stationaere-einzelhaendler